Home
Shop
Kontakt
Links
NA Einrichtung
Gästebuch

1&1 Shop

Wie man ein Naturaquarium einrichtet

1. Das Aufstellen des Becken 

Der Standort sollte nicht an einem Fenster oder in der Nähe sein. Das Aquarium auf einen stabilen Unterschrank stellen. Die Oberfläche muß gerade sein ( Wasserwaage ). Unter das Aquarium gehört eine wärmeisolierende und weiche Unterlage.(Styroporplatte)                                                                                              

2. Die Bodenheizung und Wasserheizung

Das Kabel der Bodenheizung schleifenförmig auf der Bodenscheibe verlegen und mittels Klemmsaugern befestigen. Durch die Bodenheizung haben Ihre Pflanzen immer “warme Füße”. Gleichzeitig entsteht eine langsame Wasserzirkulation im Bodengrund. Das garantiert gesunde Wurzeln und üppigen Wuchs. Als Wasserheizung wird ein Heizstab verwendet. Die Regelung beider Heizsysteme übernimmt ein Zweikreis-Thermostat ( DUOMAT 1200 ).

3. DEPONIT-MIX und Bodengrund-Bakterien

Die unterste Schicht des Bodengrundes besteht aus gebrauchsfertigen DEPONIT-MIX, wenigstens 2 cm dick. Je mehr um so besser. Diese mineralienhaltige Schicht ist für Pflanzen lebenswichtig. Kies alleine reicht nicht ! Zur schnellen Bodengrund-Aktivierung mit Humusbakterien werden auf dieser Schicht FB 1 Bodengrund-Starterbakterien verteilt. Sie machen den Bodengrund schnell zum aktiven Bio-Filter.

>> Bodengrundberechnung <<

4. Der eigentliche Bodengrund

Die oberste Schicht des Bodengrundes besteht aus Kristall-Quarzkies oder noch besser aus Aqua Soil Substrat, wenigstens 5 cm dick. Für eine gute optische Wirkung läßt man den Bodengrund von Vorne nach Hinten ansteigen. Zur individuellen Bodengrundgestaltung sind verschiedenfarbige Sorten erhältlich.

5. Die Dekoration

Als Dekorationsmaterial verwendet man am besten Lavasteine, Flusssteine oder Wurzeln in verschiedenen Größen aber möglichst mit selben Ursprung. Die Steine oder Wurzeln werden in der Mitte und im Hintergrund beliebig positioniert. Wichtig hierbei ist es, sich an den goldenen Schnitt zu halten.

6. Das Aufbinden von Moosen

Um dem Dekorationsmaterial ein noch schöneres und natürlicheres Aussehen zu verleihen, kann man darauf Moose wie Riccia oder Javamoos festbinden. Am besten verwendet man dazu dünne Angelschnur oder ein Haarnetz. Da Riccia eigentlich eine Schwimmpflanze ist, wird sie an dem Dekorationsmaterial nicht festwachsen. Daher ist bei diesem Moos das Aufbinden sehr sorgfältig vorzunehmen.

7. Die Vordergrundbepflanzung

Um das Bepflanzen leichter zu machen, wird das Aquarium zu 1/3 mit Wasser gefüllt. Nun werden kleinbleibende Arten wie z.B. Glossostigma elatinoides oder Echinodorus tenellus zur Bepflanzung vorbereitet. Hierzu werden die Pflanzen aus den Töpfen entnommen, von der Steinwolle vorsichtig befreit und ihre Wurzeln gekürzt. Die Pflänzchen nun mit einer Pinzette möglichst einzeln aber mit geringem Abstand einsetzen. Das erfordert zwar etwas Zeit und Geduld, doch entsteht so schnell ein schöner Pflanzenteppich.

8. Die Bepflanzung der Mitte und im Hintergrund

Das Aquarium zu 1/2 mit Wasser auffüllen und die vorgesehenen Pflanzen wie unter 7. beschrieben vorbereiten. Für den mittleren Bereich verwendet man mittelgroße Pflanzen die etwas Volumen in das Aquarium bringen. Um Akzente zu setzen, kann man mit rotblättrigen Pflanzen, Anubias oder Farnen arbeiten. Im hinteren Bereich werden vorwiegend große Pflanzen wie z.B. Vallisnerien oder Stengelpflanzen verwendet. Sie verdecken einerseits störende Technik im Aquarium und dienen andererseits als natürlicher Hintergrund.

9. Das Befüllen des Aquariums

Ist die Bepflanzung abgeschlossen, wird das Aquarium langsam und vorsichtig mit Wasser befüllt. Ist man damit fertig, nimmt man ein kleines Netz und entfernt noch Pflanzenreste sowie Schwebeteilchen. Das Wasser kann nach dem Einrichten etwas trüb sein. Diese Trübung verschwindet aber normalerweise nach 1-2 Tagen. 

10. Die Wasseraufbereitung

Leitungswasser ist kein Aquarienwasser. Es enthält meist aggressives Chlor, giftige Schwermetalle und organische Schadstoffe die unseren Fischen schaden. Aus diesem Grund muß das Leitungswasser aufbereitet werden. Hierfür verwendet man entweder flüssigen Wasseraufbereiter wie z.B. BIOGRÜN oder ein Wasseraufbereitungs-gerät wie den REISER AK-1M.

11. Das Filtersystem

Um das Aquariumwasser sauber zu halten, benötigt man ein Filtersystem. Hier gibt es zwei Möglichkeiten : 1. Innenfilter oder 2. Außenfilter. Egal für welches System man sich entscheidet, es sollte auf jeden Fall mechanisch als auch biologisch filtern. Zur schnellen Aktivierung des Filters mit Filterbakterien verwendet man FB 8 Impfperlen.

12. Die CO2-Versorgung

Alle Pflanzen brauchen zum Wachsen und zum Leben Kohlendioxid (CO2). Deshalb ist die CO2-Düngung das ‘tägliche Brot’ unserer Aquarienpflanzen und für ein natürliches Wassermilieu im Aquarium unerlässlich. Eine ausreichende Versorgung mit CO2 gewährleistet also einen guten Pflanzenwuchs und somit auch die Sauerstoff-Versorgung Ihrer Fische.

>> CO2-Berechnung <<

13. Die Beleuchtung

Licht ist für Pflanzen lebenswichtig. Über einem Aquarium mit 50 cm Tiefe sollten Sie 3 Leuchtstoffröhren einsetzen. Wenn Sie Pflanzen wie Riccia oder Glossostigma pflegen möchten, die sehr viel Licht benötigen, müssen Sie 4 Leuchtstoffröhren installieren. Zur Beleuchtung von offenen Aquarien empfehlen wir HQL-Leuchten. Als Beleuchtungsdauer reichen 10 Std. am Tag aus.

14. Eine Woche nach dem Einrichten

Da sich im neuen Aquarium das biologische Gleichgewicht noch nicht eingestellt hat, kann es in den ersten Tagen zu einer starken Algenentwicklung kommen. Dies ist ein normaler Prozeß und nicht weiter schlimm. Die Algen können von uns sowohl durch unsere Arbeit als auch durch die Mithilfe von einigen Tieren wirkungsvoll bekämpft werden. Die wohl besten Helfer sind die Yamatonuma-Garnele, Caridina japonica, und der Zwergharnischwels, Otocinclus sp., wovon nun je eine Gruppe eingesetzt wird.

15. Zwei Wochen nach dem Einrichten

Nun haben sich unsere Wasserbedingungen stabilisiert und die ersten Pflegearbeiten werden fällig. Die Scheiben sind eventuell zu reinigen, abgestorbene Pflanzenteile sind zu entfernen und einige Pflanzen (Stengelpflanzen) müssen bereits beschnitten werden.

16. Die Vervollständigung der Beschneidung

Das Beschneiden ist für die gesamte Wasserlandschaft wichtig und hilft außerdem, die Lebensenergie der Pflanzen zu aktivieren. Die Pflanzenschere sollte eine sehr scharfe lange Schneide haben, die auch dazu dient, solch kleine Pflanzen wie Glossostigma einfach zu beschneiden. Wenn Sie Ihre Pflanzen beschneiden, behalten Sie das Aussehen der von Ihnen gewünschten Unterwasserlandschaft immer im Kopf. Zum Schluss die abgeschnittenen Pflanzen mit einem Netz entfernen.

17. Nach der Beschneidung

Nach der Beschneidung verringern Sie die CO2-Zugabe, da ja auch die gesamte Pflanzenmasse abgenommen hat. Die CO2-Zugabe sollte abhängig von der Geschwindigkeit des Pflanzenwachstums und der Photosyntheserate gemacht werden. Ein häufiges und sorgfälltiges Untersuchen der Pflanzen ist für ein perfektes Layout Ihres Naturaquariums äußerst notwendig.

18. Kontrolle der Wasserqualität

Es ist sehr wichtig die chemischen Parameter des Aquarienwassers zu überprüfen. Keinesfalls darf im Wasser Nitrit (NO2 ) oder Phosphat (PO4) enthalten sein. Hier handelt es sich um schädliche Substanzen, die aus den Zersetzungsprodukten abgestorbener Pflanzenteile sowie aus dem Stoffwechsel der Garnelen und Fische stammen. Sollten Nitrit oder Phosphat nachgewiesen werden, dann müssen sie durch häufigere Wasserwechsel aus dem Aquarium entfernt werden.

19. Der Wasserwechsel

Nitrit wird durch bakterielle Tätigkeit umgesetzt in das weniger gefährliche Nitrat (NO3). Hohe Nitrat-Werte sind unnatürlich, führen zu Algenproblemen und damit zur Störung des Pflanzenwuchses. Deshalb ist es erforderlich diese Schadstoffe durch einen wöchentlichen Wasserwechsel (25 % des Beckens) zu entfernen. Wasseraufbereitung nicht vergessen !

20. Nährstoffe, Vitamine, Spurenelemente

Ein regelmäßiger Nachschub an Nährstoffen im Aquarium ist sehr wichtig, weil die Nähr- und Mineralstoffe für die Fische und Pflanzen, sich schnell verbrauchen. Man ergänzt also im Biosystem Aquarium regelmäßig die Nährstofflücken. Hierfür gibt es verschiedene Düngerserien, deren einzelne Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Verwenden Sie stets nur eine Serie in Ihrem Aquarium !

21. Drei Wochen nach dem Einrichten

Die beschnittenen Pflanzen haben schon wieder neue Blätter ausgetrieben. Durch die Zugabe von Nährstoffen sind die Pflanzen ohne jegliche Algen gewachsen. Die Glossostigma bedeckt jetzt das ganze Substrat im Vordergrund. Unsere Pflanzen produzieren ausreichend Sauerstoff und wir können nun die Fische einsetzen.

22. Die Fische

Vor dem Einsetzen der Fische, werden die Wasserwerte nochmals überprüft. Das Wasser im Transportbehältnis  langsam an das Aquarienwasser angeglichen und erst dann die Fische entlassen. Setzen Sie nicht zu viele Fische ein ! Wir empfehlen 2 Liter Wasser je cm Fisch, wobei ein noch geringerer Fischbesatz um so besser ist.

23. Fütterung

Beginnen Sie mit der Fütterung am nächsten Tag. Verwenden Sie möglichst Flocken- oder Granulatfutter und füttern Sie zweimal täglich soviel, wie Ihre Fische in zwei bis drei Minuten verzehren können. Das Futter sollte neben den Nährstoffen auch lebenswichtige Spurenelemente und Vitamine enthalten.

[Home] [Links] [Kontakt] [Einrichtung von Naturaquarien]